Anmeldung zum 4. Digitalen Fachtag ,Aus guten Beispielen lernen‘ – Gemeinsam die Pflegeausbildung weiterentwickeln//12. Juni 2024 | 9:00 – 15:00 Uhr

Wann

12. Juni 2024    
9:00 - 15:00

Die Projekte Neksa (Brandenburg), CurAP (Berlin) und IPfleB (Sachsen) veranstalten den vierten digitalen Fachtag für Lehrende und Praxisanleitende aus Brandenburg, Berlin und Sachsen. Neben Vorträgen erwarten Sie Workshops und eine Abschlussdiskussion.

Der Fachtag ist kostenfrei und kann als Fortbildung für Lehrende und Praxisanleitende angerechnet werden.

Programm:

8.45 Uhr | Check-in

9.00 Uhr | Begrüßung durch die Projektleitungen und Grußworte aus den Ländern
Moderation: Anne Bohrer

09.20 Uhr | Impulsvortrag: 4 Jahre generalistische Pflegeausbildung. Welche Bilanz können wir ziehen? Welche Perspektiven tun sich auf?
Referentin: Anke Jakobs (Bundesvorstand BLGS)

09.50 Uhr | Best Practice Beispiele aus einem Forschungsprojekt: „Also ich finde, unsere neuen Auszubildenden, die sind reflektierter“ – es tut sich etwas
Gruppendiskussion mit Anja Walter, Heidrun Herzberg, Sandra Altmeppen und Anja Roewer

10.25 Uhr | Pause
10.45 Uhr | Reflexion und Austausch zu den Impulsen in moderierten Gruppen
12.00 Uhr | Mittagspause
12.45 Uhr | Workshops
14.15 Uhr | Abschlussdiskussion
15.00 Uhr | Ausklang


Workshop 1:
Sprachsensibel durch die Pflegeausbildung

Moderator: Florian Schimböck, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Kaum ein Berufsfeld ist sprachlich so vielfältig und intensiv wie der Pflegeberuf. Sowohl die Pflegeausbildung als auch die Pflegepraxis zeichnen sich durch diverse kommunikative Aufgaben aus, die Pflegeauszubildende mündlich und schriftlich erfüllen müssen. Doch wie erleben Pflegeauszubildende, für die Deutsch eine Fremd- oder Zweitsprache (DaF/DaZ) ist, sowie Pflegelehrende und Praxisanleitende die theoretische und praktische Ausbildung und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Im Workshop werden erste empirische Erkenntnisse zu diesen Fragen aus einem Forschungsprojekt vorgestellt, gemeinsam diskutiert und Erfahrungen mit sprachsensiblem Fachunterricht ausgetauscht.

 

Workshop 2:
2026 kommt der Pflegeassistent

Moderatorin: Franziska Denkel, Technische Universität Dresden

Die bundesweite Reform der einjährigen Pflegeausbildungen wird 2026 realisiert. Bis dahin werden die einjährigen Helfer (KPH und APH), die z. T. stark reformbedürftig sind, weiter ausgebildet. Im Workshop erarbeiten wir Ideen für curriculare Veränderungen der „alten Ausbildungen“, die gleichzeitig für die neue Ausbildung „Pflegeassistenz“ genutzt werden können.

 

Workshop 3:
Lernen im Team

Moderatorin: Prof. Dr. Heidrun Herzberg, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Die Umsetzung der Pflegeberufereform hat die Teams an den Schulen herausgefordert. In diesem Workshop soll am Beispiel einer konkreten Teamentwicklung herausgearbeitet werden, welchen Lernprozess dieses Schulteam durchlaufen hat. Im Anschluss geht es um die Frage, welche Erfahrungen Sie in Ihrem eigenen Schulteam gemacht haben. Führt der Vergleich zu neuen Erkenntnissen?

 

Workshop 4:
Pflege- und Ausbildungsverständnis im klinischen Setting – Einblicke in die curriculare Arbeit und in die Begleitforschung

Moderatorin: Anke Jakobs, Pflegeschule in Gründung, Medizinische Akademie am Unfallkrankenhaus Berlin

Mit der generalistischen Pflegeausbildung ist ein neues Berufsbild entstanden, welches sich jedoch noch nicht umfänglich in der Pflegepraxis durchgesetzt hat. Die generalistischen Pflegeauszubildenden kommunizieren unterschiedlichste Herausforderungen im Rahmen des Ankommens in den Bereichen. Wir, Pflegeschulteam der Pflegeschule in Gründung am ukb, waren daraufhin hospitieren in den Bereichen mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten. Ich, als Schulleiterin, habe alle Stationen unter dem Blickwinkel des Ausbildungs- und Pflegeverständnisses hospitiert und Frau Forbrig mit der Perspektive auf authentische Fälle für den fachpraktischen Unterricht. Die Wahrnehmungen und Ergebnisse werden in dem Workshop zur Diskussion stehen.

Workshop 5:
Impulse zur berufspolitischen Bildung

Moderatorinnen: Angelika Unger, Bundesgeschäftsstelle BLGS e.V.; Lisa Icking, Referat Praxisanleitung BLGS e.V., Universitätsklinikum Münster

Im Workshop möchten wir mit Ihnen über die Bedeutung berufspolitischer Bildung diskutieren. Folgende Fragen bewegen uns: Welchen Bildungsauftrag haben Pflegeschulen und Träger der praktischen Ausbildung? Was ist berufspolitische Bildung? Wie gestalten wir berufspolitische Bildung? Ausgangspunkt unseres Austausches ist ein didaktisches Modell berufspolitischer Kompetenz und ein Beispiel aus der beruflichen Praxis.


Workshop 6
:
Partizipation und Empowerment von Auszubildenden als Ressource agiler Schulentwicklung

 Moderatorin: Theresa Stetskamp, Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Göttingen

Die Anforderungen an den Lernort Schule sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen und verändern sich stetig. Durch agile Schulentwicklung kann diesen Herausforderungen begegnet werden. Die Partizipation von Auszubildenden an unterschiedlichen Ausbildungsprozessen bedeutet dabei eine wesentliche Ressource der agilen Schulentwicklung. Im Workshop werden Praxisbeispiele und ihre positiven Auswirkungen auf die Ausbildungsqualität und Kompetenzentwicklung der Auszubildenden vorgestellt und diskutiert.

 

Workshop 7:
Lernen sichtbar machen!? – Beispiele zur Unterrichtsentwicklung

Moderatorin: Prof. Dr. Anja Walter, Technische Universität Dresden

Was wir in Unterrichtsbeobachtungen wahrnehmen können, gibt oft wenig Auskunft darüber, wie und ob Auszubildende tatsächlich etwas gelernt haben. Im Workshop wollen wir uns darüber austauschen, woran wir Lern- und Bildungsprozesse festmachen (können). Beispiele aus Unterrichtsbeobachtungen und aus der Unterrichtsentwicklung, die die „Tiefenstruktur“ von Unterricht berühren, werden vorgestellt und im Hinblick auf eigene Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Ziel ist, dass die Teilnehmenden Inspirationen für die eigene Unterrichtsgestaltung und -entwicklung mitnehmen können.

 

Workshop 8:
Über Gewalt in der Pflege am Lernort Praxis sprechen

Moderator*innen: Dr. Anne Weihe (Lazarus Haus, Berlin); Thomas Altmeppen, Lazarus Schulen, Berlin

Wie können Auszubildende lernen, angemessen auf Gewalt in Pflegesituationen zu reagieren? Dieser Frage möchten wir – eine erfahrene Praxisanleiterin und ein Rechtsdozent – mit Ihnen nachgehen. Ausgangspunkt unseres Austausches ist ein Projekt zum Umgang mit Gewalt am Lernort Praxis, welches wir schon mehrfach erprobt haben. Neben inhaltlichen und methodischen Fragen möchten wir mit Ihnen auch über Chancen und Gefahren dieses Formates ins Gespräch kommen.

 

Workshop 9:
Die virtuelle Realität in der Pflegeausbildung. Realistisch oder Wunschtraum?

Moderator: Tim Schure, Wannseeschulen für Gesundheitsberufe Berlin

Im Workshop wird die VR-Anwendung (virtual reality) „Pulsmessung“ vorgestellt, die in Zusammenarbeit von den Wannseeschulen e.V. und LeFX entwickelt worden ist. Dabei geht es um die Einbettung des Szenarios in den Gesamtablauf des Unterrichts, sowie erste Erfahrungen im Unterrichtsgeschehen. Im zweiten Teil des Workshops diskutieren die Teilnehmer*innen Chancen und Grenzen von VR im Kontext beruflicher Bildung und vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Pflege allgemein. Gemeinsam werden weitere mögliche Einsatzfelder abseits analoger Lernwege überlegt.

 

Workshop 10:
Implementierung sozialpädagogischer Beratung und Begleitung an Pflegeschulen

Moderatorin: Victoria Brodt, Akademie für Gesundheitsberufe, Berlin

Wir werden die Rolle und das Verständnis der Schulsozialarbeit näher beleuchten, den Blick auf die aktuellen Bedarfe der Auszubildenden sowie auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher interner und externer Hilfs- und Unterstützungsangebote richten. Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über die ersten Schritte der Umsetzung von Schulsozialarbeit an Pflegeschulen, sowie Beispiele zu praktischen Methoden zur Unterstützung von Auszubildenden.

 

Workshop 11:
Ein guter Sprachkurs reicht nicht aus – internationale Auszubildende willkommen heißen und integrieren

Moderatorinnen: Frau Katrin Pischon, Frau Anne Koch

Auszubildende in der Pflege sind bunt. Immer mehr Menschen werden im Ausland für die Pflegeausbildung in Deutschland angeworben. Wie Ausbildung und Integration gelingen können, diskutieren wir in diesem Workshop anhand von zwei guten Beispielen: Katrin Pischon, Koordinatorin für internationale Projekte und Integration an der Medizinischen Schule am CTK (Cottbus/Forst), berichtet von der bilingualen deutsch-polnischen/deutsch-ukrainischen Ausbildung und von ihren Erfahrungen mit vietnamesischen und anderen internationalen Auszubildenden. Anne Koch, Welcome-Managerin am Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen, teilt ihre Erfahrungen mit Auszubildenden insbesondere aus dem Kosovo.

 

Workshop 12:
Einen betrieblichen Ausbildungsplan entwickeln und implementieren

Moderator: Sven Detka, Ausbildungskoordinator Jedermann Gruppe Brandenburg a.d. Havel

Im Workshop möchten wir mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, wie die Rahmenausbildungspläne für die Entwicklung betrieblicher Ausbildungspläne genutzt werden können. Auf der Ebene der Praxisanleitung werden wir beleuchten, wie die Aufgabenstellungen der Ausbildungspläne für die Gestaltung der praktischen Pflegeausbildung genutzt werden können und welche Herausforderungen in dem Zusammenhang zu meistern sind.

 

Workshop 13:
Simulierte Pflegepraxis

Moderatorin: Peggy Simmank, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

In diesem Workshop erhalten Sie einen Einblick in das Simulationstraining im Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg. Die akademischen Mitarbeiterinnen erläutern das Konzept und zeigen die notwendigen Voraussetzungen für das Simulationstraining auf. Im Workshop werden außerdem die curriculare Verankerung sowie mögliche Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Simulationstraining diskutiert.


Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, den 5. Juni 2024 um 12 Uhr an. Sie erhalten im Anschluss eine verbindliche Zusage.

Um sich für die Veranstaltung anzumelden, möchten wir Sie bitten, unter der Überschrift „Buchungen“ die nachfolgenden Felder auszufüllen und anschließend auf „senden“ zu klicken.

Hinweis zu den Workshops:
Bitte wählen Sie absteigend nach Interesse drei Workshops aus. Sollte in Ihrem Erstwunsch leider kein freier Platz sein, werden Sie automatisch dem Zweit- bzw. Drittwunsch – Workshop zugeteilt.

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